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Deutsche Welle TV
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Berlin Ausstellung:
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Familie in Tusche
Westfälische Rundschau
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Oktober 2011
Blubbern, sprudeln, spritzen
Feuilleton
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
September 2011
Der Reutlinger
General-Anzeiger
über die Eröffnung von
Dieter Mammels
Ausstellung "Die Bank"
September 2011
SÜDWEST PRESSE berichtet
über die Eröffnung von
Dieter Mammels
Ausstellung "Die Bank"
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Under Deep Water
Osthaus Museum Hagen
arte berichtet
Juni 2010
Under Deep Water
Osthaus Museum Hagen
3Sat Kulturzeit berichtet
Juni 2010
today's zaman
Dieter Mammel encounters the
‘self’ under deep water
Juni 2010
Milliyet Sanat
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Tayfun Belgin
Direktor Osthaus Museum Hagen
Mammels Strom
Mai 2010
Tayfun Belgin
Direktor Osthaus Museum Hagen
Mammels current
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The Artist's Glance
p r e s s    2 0 0 9
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2009
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Ralf Schuster
Events - Magazin
Juli 2009
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Potsdamer Neueste Nachrichten
Juli 2009
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Berliner Zeitung
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Frankfurter Allgemeine Zeitung
Mai 2009
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Reutlinger
General-Anzeiger
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Oktober
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September
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16. April
Reutlinger Generalanzeiger
16. Februar
Reutlinger Generalanzeiger
16. Februar
Südwest Presse, Ulm
p r e s s    2 0 03
Juni
Dr. Christoph Schreier
Stellv. Direktor
KUNSTMUSEUM BONN
zur Ausstellung
"family works"
Dieter Ronte
Direktor
Kunstmuseum Bonn
Vorwort zum Katalog
" family works"
p r e v i o u s
1998
Tagesspiegel
1998
TIP Berlin
13. Oktober 1998
Stuttgarter Zeitung
26. Juli 1997
Der Tagesspiegel
1995
Stuttgarter Zeitung

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Südwest Presse, Ulm
16.2.2004


Vom Weltall zurück in die eigene Vergangenheit

"Family works" von Dieter Mammel: Auf der Suche nach einer früheren Zeit - Bilder, Szenen, Interieurs
Nach Bonn und Dortmund ist die hiesige Städtische Galerie die dritte Station: Dieter Mammel zeigt In der Städtischen Galerie seinen Zyklus "Family Works". Drei Jahre hat sich der 1965 In Reutlingen geborene und aufgewachsene Künstler mit dieser Werkgruppe beschäftigt.

Christoph Schreier, Vize-Direktor des Kunstmuseums Bonn, hat die Ausstellung mit Mammel zusammen konzipiert. Überwiegend figürliche Motive sind zu sehen - skizzenhaft und doch nahezu fotorealistisch wiedergegebene Kinderbilder, Familienszenen, Interieurs: schnell, gezielt und sehr gekonnt mit Aquarell und Tusche auf die nicht gundierte Leinwand geworfen. Manches wirkt wie aus der Sicht eines Lichtbildners - so die Auswahl der Ausschnitte, das Posieren der inszenierten Personen.

Doch im Gegensatz zur Fotografie die nur einen kurzen Augenblick festhält und einfriert, steht in den Arbeiten Mammels eher die gestalterische Kraft des Zeichen- und Malprozesses im Vordergrund. Dazu gehören auch das effektvoll eingesetzte Zerfließen und die Kristallisation der trocknenden Aquarellfarbe auf dem Leinwandgewebe.

Fehlstellen und Flecken, Unschärfen und dunkle Flächen evozieren Erinnerungen, Träume, Ängste. Sie erinnern an die Flüchtigkeit des Augenblicks, an die ständigen Veränderungen und die Vergänglichkeit der Lebenswelt. Man fragt sich, welches Schlüssel-Erlebnis - wie der an die Kindheit erinnernde Duft eines Kuchenstückes bei Marcel Proust - Mammel zu diesem arbeitsintensiven Werkkomplex hingeführt hat. Drei Jahre dauerte die Beschäftigung mit der eigenen Familiengeschichte, die ureigene Suche nach der verlorengegangenen Zeit. Letztendlich führte ihn eine Serie technischer Zeichnungen von Spinnmaschinen seines Vaters zum Eintauchen in die eigene Geschichtechte. Diese Serie war bereits 1997 in der Ausstellung "Space becomes a whirlpool" bei der Hans-Thoma-Gesellschaft zu sehen. Sie bildet den Dreh- und Angelpunkt zu einem früheren Werkkomplex, in dem es um Navigation in Raum und Zeit ging.

Geborgenheit und Leere
Sie führt Mammel vom Makrokosmos des Weltalls in den Mikrokosmos der eigenen Vergangenheit. Dieser Mikrokosmos reicht bis in die in den riesenhaften Holz-Druckstöcken enthaltenen Körperzellen. Zellblasen beherbergen Reutlinger Wahrzeichen wie Marienkirche und Maximilians-Brunnen.
Viele Bilder vermitteln Geborgenheit wie sie ein Kind in der Familie erlebt, in welcher es sich aber auch bedroht und verunsichert fühlen kann. Besonders deutlich erscheint diese Ambivalenz in dem Bild "Flieger" von 2002: Ein Kleinkind wird in einem spielerischen und eigentlich eher liebevollen Gestus mit den Füßen eines Erwachsenen in der Schwebe gehalten. Durch die Drehung des Motivs in die Vertikale erscheint das Kind zugleich als bedrohlich ins Leere hinausgestoßen, verloren im Nichts.
Einmal in emotionalen, warmen Rottönen, ein zweites Mal in eher kühl distanzierten Grüntönen, verbindet diese Arbeit zwei Werkgruppen.

Am Anfang der Serie, ab 2000, stehen schwarz, Dunkelbraun und Rot für die frühe Zeit der Kindheit, ab 2002 prägen Grüntöne die Arbeiten, in denen Mammel sich mit Jugend, Ablösung und Aufbruch schildert. Symbolisch hierfür steht ein Knabe vor einer gefährlich riesenhaften Schlange.

Mit dem letzten Bild "Krumme Lanke" von 2003, in dem die beiden Neffen - zu Besuch in Berlin - aus dem Blickwinkel des Betrachters von unten in eine Baumkrone hinaufsteigen, schließt sich der Kreis dieser mit großer Intensität, mit den Mitteln eines Künstlers ausgelebten Familien-Arbeit.