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Beatritz Barragan reports from gallery weekend, Berlin
PressTV
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Juli 2013
Farben der Erinnerung
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
April 2013
Ausschnitt mit
Dieter Mammel und
Wilhelm Schmid
aus der Sendung Glaubensachen
Deutsche Welle TV
Februar 2013
Berlin Ausstellung:
"Diva-Zyklus"
TV Berlin
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Juni 2012
Familie in Tusche
Westfälische Rundschau
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Oktober 2011
Blubbern, sprudeln, spritzen
Feuilleton
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
September 2011
Der Reutlinger
General-Anzeiger
über die Eröffnung von
Dieter Mammels
Ausstellung "Die Bank"
September 2011
SÜDWEST PRESSE berichtet
über die Eröffnung von
Dieter Mammels
Ausstellung "Die Bank"
p r e s s   2010
Juni 2010
Under Deep Water
Osthaus Museum Hagen
arte berichtet
Juni 2010
Under Deep Water
Osthaus Museum Hagen
3Sat Kulturzeit berichtet
Juni 2010
today's zaman
Dieter Mammel encounters the
‘self’ under deep water
Juni 2010
Milliyet Sanat
Mai 2010
Tayfun Belgin
Direktor Osthaus Museum Hagen
Mammels Strom
Mai 2010
Tayfun Belgin
Direktor Osthaus Museum Hagen
Mammels current
April 2010
XPAT Athens
The Artist's Glance
p r e s s    2 0 0 9
2009
Tage der offenen Ateliers in Frankfurt
"Open Doors" 2009
artsite.tv berichtet
2009
"Privacy"
Kerber Verlag
August 2009
Arno Neumann
Potsdamer Stadtkurier
Juli 2009
Ralf Schuster
Events - Magazin
Juli 2009
Klaus Büstrin
Potsdamer Neueste Nachrichten
Juli 2009
Ingeborg Ruthe
Berliner Zeitung
Mai 2009
Christoph Schütte
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Mai 2009
Jutta Meyer zu Riemsloh
M.A. Kunstverein
Münsterland
p r e s s    2 0 0 8
16.Juni
Reutlinger
General-Anzeiger
April
RTL Nacht Journal
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Oktober
arte kultur
Oktober
ArtScope Magazine Chicago
29.Juni
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND
03.Mai
TIP Kunst-Notizen
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Galerie Seitz & Partner
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Frankfurter Allgemeine Zeitung
Februar
Thanassis Frissiras Gallery
p r e s s    2 0 0 5
29.Oktober
Eleftherotypia
September
highlights #18
p r e s s    2 0 0 4
17. Juli
FAZ
16. April
Reutlinger Generalanzeiger
16. Februar
Reutlinger Generalanzeiger
16. Februar
Südwest Presse, Ulm
p r e s s    2 0 03
Juni
Dr. Christoph Schreier
Stellv. Direktor
KUNSTMUSEUM BONN
zur Ausstellung
"family works"
Dieter Ronte
Direktor
Kunstmuseum Bonn
Vorwort zum Katalog
" family works"
p r e v i o u s
1998
Tagesspiegel
1998
TIP Berlin
13. Oktober 1998
Stuttgarter Zeitung
26. Juli 1997
Der Tagesspiegel
1995
Stuttgarter Zeitung

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FAZ
17.7.2004


Der erste Kuß, das erste Mal
Dieter Mammel in der Galerie Hübner

Manchmal braucht es wenig, einen Film in Gang zu setzen. Ein Kleinkind im Stühlchen, das Baby auf dem Arm der Mutter, ein skeptischer, leicht schüchterner Blick in die Kamera. Ein Schaukelpferd vielleicht oder ein paar Jungen in kurzen Hosen, die auf einen Baum klettern.

Einfache, im Grund wenig aussagekräftige Situationen, wie sie die Kindheit einer ganzen Generation bebildern dürften, und doch genügt mitunter ein einziges solcher eigentlich austauschbarer Fotos aus dem Familienalbum, um den Duft, die heitere Fröhlichkeit oder die maßlose Traurigkeit jenes fernen Augenblicks ins Gedächtnis zu rufen. Schon in seinen "Family works" hat der Maler und Zeichner Dieter Mammel zu Bildern gefunden, die über die eigene Kindheit hinaus die Erinnerung selbst zum Thema haben.

Nicht nur, daß die Arbeiten dem Betrachter immer wieder Fäden an die Hand zu geben scheinen, anhand deren sich immer neue Geschichten spinnen lassen; Bilder mögen auftauchen, an die man Jahre, gar Jahrzehnte nicht gedacht hat und deren Wahrheitsgehalt sich kaum mehr überprüfen läßt. Zweifel, Gewißheit und trotzige Behauptung - all das findet sich in Dieter Mammels Malerei.

Der neue Zyklus des 1965 in Reutlingen geborenen Künstlers, der derzeit in der Frankfurter Galerie Hübner (Grüneburgweg 71) zu sehen ist, erscheint zunächst als die chronologische Fortführung der "Family works": der erste Kuß, das erste Mal, der lange Abschied in Rosarot und dunklem Aubergine. Doch die unter dem Titel "mammel's magenta lovers" zusammengefaßten Arbeiten erweisen sich mehr denn je als letztlich zum Scheitern verurteilter Versuch, der Erinnerung Gültigkeit und Dauer zu verleihen.

Mammel fokussiert, wählt mitunter einen Ausschnitt und geht noch einmal dichter heran wie ein Fotograf, doch je näher der Künstler seinem Motiv und seinen Protagonisten zu kommen trachtet, desto mehr scheint sich alles zu verflüchtigen. In Aquarell und Tusche auf roher, ungrundierter Leinwand ausgeführt, lösen sich die Konturen in der Unschärfe auf, zerfließt die Farbe, breitet sich flekkig, über die Weißräume aus oder verdichtet sich zu undurchdringlichen Farbflächen.

Und je länger man schaut, desto weniger eindeutig wirkt die Situation. Der erste Kuß, das erste Mal. Das Ende von allem und vielleicht ein erster Mord. Wer weiß das schon, nach all den Jahren? Doch während die eben noch vage vor Augen stehende Erinnerung weiter verblaßt, eigene und fremde Geschichten sich zu neuen Erzählungen verdichten und gleichwohl kein klares Bild sich einstellen will, bleibt allein die glühende Intensität des Augenblicks. Jene letzte Umarmung, jenen Kuß hat es wirklich gegeben.

Christoph Schütte
Die Schau läuft bis zum 8. August. Geöffnet Dienstag bis Freitag von 13 bis 18.30 Uhr, Samstag von 10 bis 14 Uhr.